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Mangelernährung im Alter

Bei einer Mangelernährung liegt ein anhaltender Mangel von Nahrung oder Nahrungsbestandteilen vor. Unterschieden wird zwischen quantitativer und qualitativer Mangelernährung. Quantitative (die Menge betreffende) Mangelernährung, oder Unterernährung, meint eine unzureichende Kalorienzufuhr. Die qualitative (die Qualität betreffende) Mangelernährung, oder Fehlernährung, bezeichnet einen Mangel an lebenswichtigen Nahrungsbestandteilen. Vor allem im Alter stellt Mangelernährung ein häufiges Problem dar. Die Gründe hierfür sind vielseitig und reichen von altersbedingten Veränderungen, körperlichen Einschränkungen, kognitiven (die Wahrnehmung betreffende) sowie psychosozialen Probleme bis hin zu akuten Erkrankungen und Medikamentennebenwirkungen. Eine Mangelernährung im Alter führt grundsätzlich zu einem erhöhten Krankheitsrisiko, einer längeren Genesungszeit, verminderter Lebensqualität und einer höheren Sterblichkeitsrate.

Die Diagnose Mangelernährung kann sowohl durch Gespräche als auch durch körperliche Untersuchungen gestellt werden. Eine bedarfsgerechte Ernährungstherapie kann den Ursachen und Folgen der Mangelernährung entgegenwirken. Wenn der Patient keine oder nur unzureichend feste Nahrung zu sich nehmen und verwerten kann, wird der quantitative oder qualitative Mangel durch die Verabreichung von spezieller Trinknahrung oder enteraler Ernährung ausgeglichen.