Diagnose Arthrose - Schmerzen lindern, Beweglichkeit erhalten

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Gelenkverschleiß, medizinisch als Arthrose bezeichnet, ist eine der typischen Alterserscheinungen. Ab dem 60. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen. Besonders häufig tritt die Abnutzung an den Knien, der Hüfte, der Wirbelsäule sowie an den Händen auf.

Frau im Garten an einem Kräuter- und Salatbeet, sie pflückt Radischen

Mit den richtigen Mitteln lässt sich eine Arthrose lindern.

Wie lässt sich Arthrose erkennen?

Bei gesunden Menschen sorgt der Knorpel dafür, dass sich das Gelenk reibungsfrei bewegen kann. Bei Arthrose verringert sich die Knorpelmasse im Gelenk immer mehr. Schließlich reibt Knochen an Knochen, was sehr schmerzhaft sein kann. Doch Gelenkschmerzen allein lassen noch keinen Arthrose-Befund zu. Sie können zwar auf einen Verschleiß hinweisen, aber auch durch entzündliche Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Arthritis verursacht werden. Um Arthrose sicher festzustellen, ist eine klinische Untersuchung notwendig, bei der neben dem Nachweis der charakteristischen Schmerzen bei der Gelenkbewegung auch Röntgenaufnahmen der Gelenke gemacht werden.

Wodurch entsteht eine Arthrose?

Gelenkverletzungen, angeborene und im Laufe des Lebens erworbene Gelenkfehlstellungen, Stoffwechselerkrankungen, eine genetische Veranlagung sowie eine mechanische Gelenküberlastung leisten einer Arthrose Vorschub. Ist der Gelenkknorpel erst einmal geschädigt, zieht dies langfristig auch die Zerstörung der Gelenkschleimhaut, Kapsel, Bändern sowie gelenknahem Knochen nach sich. Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit machen dem an Arthrose erkrankten Menschen fortan das Leben schwer.

Wie lässt sich Arthrose positiv beeinflussen?

Oftmals schleicht sich eine Arthrose allmählich ein, ohne dass der Betroffene es bewusst wahrnimmt. Wer beispielsweise zunehmend Mühe beim Treppensteigen oder beim Aufstehen und Anlaufen verspürt, sollte nicht tatenlos warten, bis die Schmerzen schlimmer werden, sondern einen Arzt aufsuchen. Zwar lässt sich die Arthrose nicht heilen, doch gerade in der Anfangsphase der Verschleißerscheinungen können die Betroffenen aktiv mithelfen, dass sich das Voranschreiten der Krankheit deutlich verlangsamt.

Gut für die Gelenke: Veränderte Lebensführung und Physiotherapie

Je nach persönlichen Voraussetzungen kann eine Arthrose im Anfangsstadium durch Verhaltensanpassungen günstig beeinflusst werden. Für manchen empfiehlt sich eine Gewichtsreduktion sowie ausgewogene Ernährung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Aber auch Entlastungstraining sowie die Aufnahme gelenkschonender Sportarten (z.B. Yoga) und vor allem Physiotherapie sind geeignet, um den Verlauf einer Arthrose positiv zu beeinflussen. Gerade bei Patienten mit Kniearthrose hat sich gezeigt, dass Muskelaufbau und Kräftigung den Knorpelverschleiß deutlich verlangsamen und die Schmerzen reduzieren.

Schmerz- und Entzündungshemmung durch Medikamente

Bei stärkeren Arthroseschmerzen bietet sich eine Behandlung mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten an. Allerdings hilft es nicht, erst dann zur Tablette zu greifen, wenn die Gelenkschmerzen akut auftreten. Die Medikamententherapie muss konsequent nach der Verordnung des Arztes durchgeführt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Gelenkerhaltende operative Therapie

Wenn Fehlstellungen des Gelenks oder Probleme bei der Gelenkführung die Ursachen für den Gelenkverschleiß sind, kann auch eine Gelenkspiegelung (medizinisch Arthroskopie) zur operativen Behandlung der Arthrose angebracht sein. Als weitere operative Verfahren kommen die „Mikrofrakturierung“ zur Behandlung kleinerer Knorpeldefekte oder auch eine Knorpeltransplantation sowie eine Umstellungsoperation in Frage.

Einsatz eines künstlichen Gelenkersatzes

Ist die Arthrose so weit fortgeschritten, dass der Knorpel vollständig abgebaut ist und eine „Knochenglatze“ vorliegt, kann nur noch das Einsetzen eines künstlichen Gelenkes die Beweglichkeit wieder herstellen. Derzeit erhalten in Deutschland rund 400.000 Menschen jährlich eine Endoprothese. Die Implantation von künstlichen Gelenken gehört damit zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland.

Passende Produkte in unserem Shop:


Selbsthilfegruppen und Portale für Arthrose-Erkrankte

Deutsches Arthrose Forum
Selbsthilfeforum für Arthrose-Kranke und deren Angehörigen
http://www.deutsches-arthrose-forum.de

Deutschen Arthrose-Hilfe e.V.
„Arthrose-Info“ will aufklären, informieren und die wichtigsten
Fragen der Gelenkveränderungen darlegen sowie Fehl- und
Vorurteile abbauen
http://www.arthrose.de

Arthrose Selbsthilfe
Bundesweite Organisation mit regelmäßigen Treffs
http://www.arthrose-selbsthilfe.de