Diabetes-Spürhunde für Kinder und Jugendliche

Hunde haben einen phänomenalen Geruchssinn. Sie können rund 1.000 Gerüche unterscheiden. Mit einem Riechvermögen, das bis zu 1 Mio. Mal besser als das des Menschen ist, machen sie sich nicht nur beim Zoll und der Polizei nützlich, sondern nehmen auch manche Krankheiten wahr.

Diabetes Hund mit Mädchen im Schnee

Treue Retter auf vier Pfoten

Immer mehr Kinder und Jugendliche müssen mit dem Befund Diabetes leben. Gerade für diese Kleinen Diabetes-Patienten ist es noch schwierig, einen kritischen Blutzuckerspiegel zu erkennen und zu beherrschen.

Eine zunehmend beliebte Lösung sind in dieser schwierigen Situation die sogenannten Diabetes-Anzeigehunde oder -Spürhunde. Die Assistenztiere werden auch als Hypo-Hunde bezeichnet, abgeleitet von Hypoglykämie, dem medizinischen Fachbegriff für Unterzuckerung. Sie können akute Blutzuckerschwankungen sogar aus weiter Entfernung zuverlässig riechen und ihre Besitzer rechtzeitig warnen. Mitunter sind sie wahre Lebensretter. In Gefahrensituationen bringen sie beispielsweise ein süßes Getränk, Traubenzucker oder Blutzuckermessgerät herbei oder betätigen sogar einen Alarmknopf, um Hilfe für ihre Schutzbefohlenen zu holen.

Dafür werden die Tiere von spezialisierten Hundetrainern ausgebildet. Allerdings sind nicht alle Hunde so veranlagt, dass sie die Anzeichen von Unterzuckerung überhaupt wahrnehmen können. „Gewisse Rassen eignen sich weniger, etwa solche mit Kurznasen wie Bulldoggen oder Möpse. Entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung ist aber, dass die Zucht, Sozialisierung und das Training stimmen“, erläutert die Hundeerzieherin Manuela Habermann von der zertifizierten Hunde- Nachhilfe Mannheim. Verantwortungsvolle Trainer geben den Besitzern der ausgebildeten Hunde stets mit auf den Weg, dass von den treuen Helfern bei aller Eignung keinesfalls absolute Fehlerfreiheit erwartet werden sollte.

Die Kosten für die Ausbildung zum Assistenzhund müssen vom Betroffenen selbst oder dessen Familie übernommen werden. Für das intensive Training fallen je nach Hundeschule mehrere Tausend Euro an. Doch die intelligenten Vierbeiner sind im besten Fall nicht nur Retter in der Not für die Diabetes-Kids, sondern bereichern deren Leben auch als treue Begleiter und Spielgefährten. Von einem gut ausgebildeten Assistenzhund profitieren natürlich auch erwachsene Diabetiker.

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