Meeresluft - was macht sie mit unserer Gesundheit?

Meer tut nicht nur unserer Seele gut, sondern auch unserem Körper - doch woran liegt das genau?

 

Ein Tag am Meer kann so erholsam sein wie ein ganzer Urlaub. Der Sand zwischen den Zehen, die Sonne auf der Haut und natürlich die salzige Meeresbrise, die sich beim tiefen Einatmen gefühlt bis in die Fingerspitzen verteilt.

Bei dem Gedanken ans  Meer zu fahren sind sich die meisten Menschen einig: Das Meer tut der Seele gut.

Und nicht nur das: Auch unser Körper profitiert von einem Aufenthalt an der See. Das liegt vor allem an dem Klima. Doch wie hilft dieses unserer Gesundheit?

Das besondere Meeresklima

Was den Besuch an der See so gesund macht, ist das sogenannte Reizklima, welches dort herrscht. Es  setzt sich aus den Faktoren Wind, UV-Strahlung, Salz, Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen.

Diese Kombination reizt den Körper auf der einen Seite, auf der anderen schont sie ihn aber auch.

Wie das geht?

Durch die kühle Brise, die am Meer weht, muss der Körper die aufkommende Kälte ausgleichen. Nach einer gewissen Gewöhnungszeit hat er sich der Temperatur angepasst und sich aufgewärmt.

Der Wind wirkt sich zeitgleich aber auch schonend auf den Körper aus, da er die Haut kühlt und Juckreiz vermindert, der beispielsweise durch Neurodermitis entstehen kann.

Um Ihren Organismus langsam an dieses Klima zu gewöhnen, sollten Sie langsame Spaziergänge am Strand unternehmen, damit Sie sich optimal auf das Wetter einzustimmen und Ihren Körper schonend vorbereiten können.

Effekte für Ihre Gesundheit

Nicht umsonst wird ein Besuch an der See häufig von Ärzten empfohlen.

Besonders wenn Sie unter Asthma, Bronchitis oder Heuschnupfen leiden, haben Sie sicher schon einmal von den gesundheitsfördernden Effekten eines Aufenthalts am Meer gehört.

 Die Luft dort ist sehr sauerstoffreich und gleichzeitig pollenarm. Zudem handelt es sich bei dem Salzgemisch um einen weiteren positiven Reizfaktor, durch welchen sich z.B. Schleim in den Atemwegen löst. Auf die Bronchien kann die Luft eine beruhigende und stärkende Wirkung haben.

 Auch wenn Sie an Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte leiden, kann sich das Reizklima positiv auf Ihre Haut auswirken.

Das Salz, welches sich durch die Luft auf der Haut absetzt, löst Schuppen und wirkt leicht entzündungshemmend. Sollte zusätzlich die Sonne scheinen, hilft die von ihr ausgehende UV-Strahlung dabei, das körpereigene Kortisol auszuschütten und Entzündungen einzudämmen. Durch das Sonnenlicht wird zudem Vitamin D im Körper gebildet, welches mit dem Immunsystem reagiert und es stärkt.

Aber nicht nur für Haut und Atemwege lohnt sich ein Urlaub an der See. Auch wenn Sie unter besonderem Stress oder  Schlafstörungen leiden, kann Ihnen eine Fahrt ans Meer helfen. Das fördert die Erholung und kräftigt den gesamten Organismus.

Was muss beim Urlaub beachtet werden?

Bevor Sie nun Ihre Koffer packen, sollten Sie noch ein paar Dinge beachten, um den größtmöglichen, fördernden Effekt für Ihre Gesundheit zu erreichen.

Das neue Reizklima kann sich zunächst belastend auf den Organismus auswirken. Vor allem wenn Sie es zuvor nicht gewohnt waren. Wenn Sie sehr empfindliche Bronchien haben, sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen, ob ein Aufenthalt am Meer ratsam ist.

Zudem wird die Sonneneinstrahlung oft unterschätzt. Durch den stärkeren Wind, der einen kühlenden Effekt auf der Haut hinterlässt, merken wir oft nicht, wie intensiv die Strahlung wirklich ist. Die Gefahr für einen Sonnenbrand steigt und das wäre eher kontraproduktiv für Ihre Haut. Stellen Sie also sicher, dass Sie immer gut eingecremt sind und versuchen Sie Ihre Haut zusätzlich mit Kleidung zu schützen.

Beim Auswählen Ihres Reisezieles sollten Sie zudem bedenken, dass der Salzgehalt je nach Meer stark variiert. Demnach könnte der Effekt auf Haut und Atemwege unterschiedlich stark ausfallen. Zudem gibt es den Kältereiz, der sich so positiv auf die Gesundheit auswirkt, beispielsweise am Mittelmeer nicht. Empfehlenswert ist es also, an die Nord- oder Ostsee zu fahren, da dort die idealen Klimabedingungen herrschen.

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen einen Ausflug ans Meer planen, sollten Sie aber generell zunächst mit Ihrem Arzt sprechen, da dieser Ihnen die besten Empfehlungen geben kann.