Tracheostoma

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Tracheostoma

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  • Was ist bei der allgemeinen Körperpflege zu beachten?

    Auch mit einem Tracheostoma kann gebadet oder geduscht werden. Wichtig ist allerdings darauf zu achten, dass Wasser und Seife nicht in die Kanüle laufen. Um dies zu vermeiden, gibt es spezielle Hilfsmittel zum Beispiel den Duschschutz. Männern wird zudem empfohlen, sich nass zu rasieren, da bei der Trockenrasur Bartstoppeln in das Tracheostoma eindringen können.

  • Was ist eine "künstliche Nase"?

    Beim Tracheostoma-Träger strömt die Atemluft nicht über Nase, Mund und Rachen, sondern direkt in die Luftröhre. Die "künstliche Nase" oder auch "HME-Filter" genannt, übernimmt die Aufgabe der natürlichen Nase, wie:

    • Befeuchten und Erwärmen der Atemluft: Dadurch wird ein Austrocknen der Luftröhrenschleimhaut und die damit verbundene Borkenbildung verhindert.
    • Partikelfilterung der Atemluft: Staubpartikel, Insekten und Schmutz können nicht in die Luftröhre eindringen.
    • Wiederherstellung des Atemwegswiderstandes: Dieser ist wichtig, damit beim Ausatmen die Lungenbläschen (Alveolen) nicht kollabieren.
  • Warum werden heute keine Silberkanülen mehr empfohlen?

    Silberkanülen sind sehr starrwandig und relativ scharfkantig. Dies führt häufig zu Verletzungen der Luftröhre und der Halshaut. Zudem ist der Tragekomfort sehr gering, was zu einer Reizung der Luftröhre und vermehrter Schleimbildung führt. Da Silber die Wärme der Luftröhre nach außen leitet, ist die Kanüle selbst relativ kalt. Dies reizt wiederum die Luftröhre.