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Stuhlinkontinenz

Menschen, die an einer Stuhlinkontinenz leiden, können ihren Stuhlabgang oder/und ihre Darmgase nicht mehr kontrollieren. Auch wenn hauptsächlich ältere Personen betroffen sind, kommt Stuhlinkontinenz in allen Altersgruppen vor. Gründe für eine Stuhlinkontinenz gibt es viele. Häufig liegt eine Schwächung des Schließmuskels und Beckenbodens vor. Auch Verstopfung und Darmträgheit können Auslöser sein. Funktionsstörungen des Schließmuskels, aufgrund von Verletzungen oder Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Tumore des Enddarms, verursachen ebenso eine Stuhlinkontinenz wie Nervenschäden, zum Beispiel bei einer Querschnittsverletzung. Stuhlinkontinenz kann auch als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftreten. Betroffene von Stuhlinkontinenz haben eine Reihe von Hilfsmitteln zur Auswahl. Bei einer leichten Inkontinenz eignen sich Vorlagen, Inkontinenzslips sind bei einer mittleren und schweren Inkontinenz die bessere Wahl. Stuhlauffangbeutel oder Analtampons sind weitere Möglichkeiten. Mit Hilfe von Hygiene- und Schutzprodukten kann die Keimverbreitung durch die Körperausschreidung unterbunden und das Infektionsrisiko für Betroffene und Pflegende gering gehalten werden.

Bei der Stuhlinkontinenz unterscheidet man zwischen verschiedenen Schweregraden:

  • Schweregrad 1 (leichte Inkontinenz): Unkontrollierter Abgang von Darmgasen und gelegentliches Stuhlschmieren bei Belastung
  • Schweregrad 2 (mittlere Inkontinenz): Unkontrollierter Abgang von flüssigem Stuhl
  • Schweregrad 3 (schwere Inkontinenz): Unkontrollierter Abgang von geformten Stuhl